Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle sind aus Pflanzen gewonnene Essenzen. Hierbei handelt es sich um hochkonzentrierte Vielstoffgemische aus Pflanzenextrakten. Gewonnen werden ätherische Öle durch Dampfdestillation, Kaltpressung, Harzanzapfung, Solventextraktion, Enfleurage, Mazeration oder Co2 Destillation.

Ätherische Öle gelangen schnell beim Hautkontakt oder beim Einatmen in den Blutkreislauf und das Gewebe. Nach wenigen Minuten finden wir diese Duftmoleküle im Blut, wo sie schließlich verstoffwechselt werden. Nach ein paar Stunden werden diese dann wieder ausgeschieden. Wenn also z.B. ätherische Öle in unsere Blutbahn gelangen, lohnt es sich auf eine gute Qualität des Öls zu achten! Ätherische Öle werden über unsere Haut und Nasenschleimhaut aufgenommen und wirken über unser Riechsystem. Nach der Aromatherapie üben Düfte Einfluss auf die Gefühle, das vegetative Nervensystem, die Hormon-Produktion oder das Immunsystem aus. Wenn wir uns die chemischen Reaktionen bei der Destillation anschauen, finden wir einen hochkomplexen Vorgang. Ich möchte hier nur so viel dazu schreiben: die Dampfdestillation bewirkt die Entstehung teils neuer Stoffe, welche in den Pflanzen, welche destilliert werden, nicht enthalten sind, aber unserem Körper einen positiven Nutzen bringen. Ätherische Öle sind Produkte aus der Natur, welche durch Technik zu unserem Wohlbefinden gewonnen werden. Nach der Aromatherapie üben die Düfte Einfluss auf die Gefühle, das vegetative Nervensystem, die Hormon-Produktion oder das Immunsystem aus.

Riechen

Wir besitzen ca. 30 Mio. Riechzellen in unserer Nasenschleimhaut. Diese Riechzellen können einzelne Duftmoleküle innerhalb 100lster Sekunden klassifizieren, quasi, bevor wir einen Geruch wahrnehmen, haben unsere Riechzellen ihn schon identifiziert – es ist cool was unser Körper da leistet, oder? Wenn wir also Duftmoleküle über die Riechzellen aufnehmen, werden diese über den Riechnerv an den Riechkolben (vorderster Teil des Riechhirns) weitergeleitet. Wir sehen hier einen sehr komplexen Reiz- Reaktions- Vorgang.

Wie verwendet man ätherische Öle?

Ätherische Öle sind schon viele Jahrhunderte von Menschen genutzt worden, sie wurden für die Hautpflege, zu Schönheitszwecken, zum Behandeln von kranken Menschen und für religiöse Zeremonien genutzt. Ätherische Öle bietet Dir die reine Essenz aus Blüten, Hölzern, Harzen, Wurzeln und vieles mehr und eignen sich ideal zum Vernebeln in einem Diffuser, für ein angenehmes Raumklima. Sie eignen sich zum Inhalieren und verdünnt eignen sie sich auch für die äußerliche Anwendung auf der Haut, zur Zugabe von Kosmetikprodukten, zur Haut- und Haarpflege oder auch für eine Massage. Die innere Einnahme von ätherischen Ölen, sollte niemals ohne fachliche Begleitung erfolgen. Dazu ist es ratsam einen Arzt, Heilpraktiker oder Aromatherapeuten aufzusuchen.

Ätherische Öle können deine Emotionen unterstützen und dich bei Stress und Sorgen begleiten. Sie können dein Immunsystem, deine Hormone und deinen Schlaf unterstützen und dich in jeder Situation begleiten. Mein Leben haben sie in jedem Bereich bereichert.

 

PS: Nicht jedes Öl eignet sich für jedes Alter deines Kindes, dazu bitte immer selbst recherchieren oder mich ansprechen, gerne berate ich dich gerne, das würde hier den Rahmen sprengen.

Was machen ätherische Öle in unserem Körper?

Wenn ein Baby im Mutterleib entsteht, dann bilden sich nach und nach alle Organe, Nerven und so weiter. Es ist sehr spannend zu sehen, dass sich der Geruchssinn im Mutterleib mit als erstes entwickelt, somit wissen wir, dass das Ungeborene schon wenige Zeit nach der Entstehung im Uterus Gerüche wahrnehmen kann. Sehr wichtig zu wissen ist auch, dass der Geruchssinn bei Babys nach der Geburt bis etwa zum dritten Lebensmonat am stärksten ausgeprägt ist (das erklärt auch warum wir da besonders achtsam sein sollten um die kleinen Nasen nicht zu überfordern) und dann bis zum Kleinkindalter schwächer wird und sich im Wachstum nochmal verstärkt. Der Geruchssinn erreicht bis zum ca. 35 Lebensjahr seinen Höhepunkt. Es ist wissenschaftlich bekannt, dass der Geruchssinn zum Lebensende wieder schwächer wird.

Anatomie der Nase

Schauen wir uns die Anatomie der Nase und des Geruchssinns mal genauer an: zu den äußeren und sichtbaren Teilen der Nase gehört der Nasenrücken, die Nasenflügel, die Nasenlöcher sowie die Nasenwurzel. Die Nase besteht teils aus Knochen und teils aus Knorpel. Der innere und nicht sichtbare Teil der Nase ist viel größer als der äußere Teil. Den inneren Teil der Nase nennt man Nasenhöhle. Dort begegnen uns die Nasenscheidewand, sowie Schleimhäute, welche die Nasengänge bilden. Diese Strukturen sind nicht primär beim Riechen beteiligt, aber lass mich mal das Geheimnis auflösen, wie wir eigentlich riechen können. Die obere Begrenzung der Nasenhöhle bildet eine knöcherne Platte, die Siebbeinplatte. Auf dieser Siebbeinplatte liegt der Riechnerv. Die Schleimhaut, welche die obere Nasenhöhle auskleidet, bezeichnet man als Riechschleimhaut, in ihr befinden sich Riechzellen welche mit dem Riechnerv verbunden sind.

Wenn wir also einen Duft einatmen werden die Duftmoleküle über die Riechschleimhaut aufgenommen, an die Reichzellen weitergeleitet und dort in einen chemischen Impuls umgewandelt und über den Riechnerv an das Riechhirn weitergeleitet. Ich liebe es zu sehen, wie unglaublich perfekt unser Körper funktioniert! Die Weiterleitung von Duftmolekülen, welche eine Information an unser limbisches System senden, können unseren Körper und unsere Emotionen unterstützen. Hier finden wir die Herstellung neurochemischer Stoffe, die unsere gesunden Körperfunktionen unterstützen können. Nach wenigen Minuten finden wir diese Duftmoleküle im Blut, wo sie schließlich verstoffwechselt werden. Nach ein paar Stunden werden diese dann wieder ausgeschieden. Wenn also z.B. ätherische Öle in unsere Blutbahn gelangen, lohnt es sich auf eine gute Qualität des Öls zu achten! Ätherische Öle werden über unsere Haut und Nasenschleimhaut aufgenommen und wirken über unser Riechsystem, welches ich dir bis hierher erläutert habe, auf unseren Körper.

Ich bin absolut fasziniert, zu sehen, wie ätherische Öle mit ihren wundervollen Einzelbestandteilen von z.B. Monoterpenen, Sesquiterpene, Aldehyden, Coumarinen ect. über das Riechen, also unseren chemischen Sinn, neben dem Schmecken und den physikalischen Sinnen (Hören, Fühlen, Sehen) unsere Sinneswahrnehmung perfekt machen und unseren Körper so gut unterstützen.

Tests haben gezeigt, dass ätherische Öle, wenn sie inhaliert werden, innerhalb von wenigen Minuten Herz, Leber und Schilddrüse erreichen können. Nach Einreibung innerhalb von Minuten im Blutstrom sind. Nach 3-6 Stunden sind sie verstoffwechselt. Mich begeistert es immer wieder, dass wir durch Düfte eine physiologische (also eine natürliche) Wirkung im limbischen System auslösen können. Das ist kein Hokuspokus, sondern Chemie in unserem Körper. Wir können also durch die Anwendung ätherischer Öle (welche zu elektrochemischen Reaktionen führen) physiologische Reaktionen in unserem Körper bewirken und unterstützen.

Mit ätherischen Ölen kannst du deine gesunden Körperfunktionen unterstützen:

  • Atmung
  • Bewegungsapparat
  • Hormonsystem
  • Immunsystem
  • Verdauungssystem
  • Emotionen
  • Mental, spirituell
  • Gehirnaktivität/Konzentration/Fokus

Ätherische Öle eignen sich für Schwangere, Babys, Kleinkinder, Schuldkinder, Teens, kurz für jedes Alter und jede Lebenslage, wichtig ist nur zu wissen, dass nicht immer jedes Öl in jedem Alter und jeder Lebenslage gut sein kann, da schau bitte immer selber, frag mich gerne und achte auf die Empfehlungen der Aromatherapie.

Sicherheit ist wichtig, deswegen noch Hinweise zur sicheren Anwendung

  • Ätherische Öle sind sehr stark, kraftvoll und effektiv. Daher dürfen wir bei der Anwendung achtsam sein. Denke immer daran: Ein Tropfen hat seine Kraft und manchmal ist weniger mehr!
  • Bevor du ein ätherisches Öl anwendest solltest du es punktuell, verdünnt auf die Ellenbeuge auftragen und prüfen, ob deine Haut dieses Öl verträgt. Die Verdünnung sollte hierbei auch bei 0,5 bis max. 3% liegen.
  • Weil ätherische Öle kraftvolle Essenzen sind, sollten sie immer nur verdünnt verwendet werden. Eine optimale Verdünnung liegt zwischen 0,5 bis max. 3%
  • Hautreizende Öle, die beim Auftragen auf die Haut ein heißes Empfinden und eine Rötung auslösen können, sollten maximal in einer 0,5%tigen Verdünnung angewendet werden. Mögliche ätherische Öle, welche hautreizend sein können, sind: Oregano, Zimt (Blatt und Rinde), Nelke (Blatt und Blüte), Thymian und Bohnenkraut.
  • Trägeröle sind fette Öle, z. B. Olivenöl, Jojobaöl, Kokosöl oder Mandelöl und weitere. Die Nutzung eines Trägeröls „verlängert“ das ätherische Öl und verlangsamt die Absorption durch die Haut, da diese durch die fetten, großen Moleküle hindurchgelangen müssen.
  • Manche Öle sind photosensitiv wie z.B. Zitrusöle. 24 – 48 Stunden nach der Nutzung von Zitrusölen auf der Haut, solltest du dich nicht sonnen, um Hautverfärbungen zu vermeiden.
  • Schwangere, Epileptiker oder Personen mit Bluthochdruck, sollten vorher ihren Arzt fragen, da es ein paar Öle gibt, die vermieden werden sollten.
  • Ätherische Öle bitte nie in Augen, Ohren, die Nase oder andere Stellen mit besonders empfindlicher Haut auftragen.
  • Ätherische Öle lieben es kühl und dunkel gelagert zu werden, daher sind die Öle in dunklen Fläschchen und sollten nicht in der Sonne stehen.
  • Verwende ätherische Öle achtsam und mit Sinn und Verstand und nie verschwenderisch oder unverdünnt!

Es ist wichtig sich bewusst zu machen, dass ätherische Öle hochkonzentrierte Vielstoffgemische sind und sie in der Ursprungspflanze nie in einer 100%tigen Konzentration vorkommen. Eine Pflanze enthält in der Regel 0,5 bis maximal 3% ätherische Öle, um sich vor Fressfeinden oder anderem krankmachenden Pflanzenbefall zu schützen. Wenn wir also ein 100%tig konzentriertes Öl in den Händen halten sagt mir mein normaler Menschenverstand, dass es sinnvoll ist die ätherischen Öle maximal in der Konzentration anzuwenden, in denen sie auch in den Pflanzen vorkommen. Wenn eine Pflanze mit max. 3% ätherischem Öle gut geschützt ist, warum sollte ein Mensch sich dann 100% auf den Körper auftragen??? Es gibt keinen Grund mehr zu nutzen als die normale Duftpflanze enthält und daher sollten ätherische Öle IMMER NUR bis max. 3% Verdünnung auf die Hautaufgetragen werden.

Duftlampe oder Diffuser:

Als kleines Mädchen habe ich die Öle in einer Duftlampe kennen gelernt, heute weiß man, dass die Öle besser mittels Ultraschalldiffuser vernebelt werden sollten. Nachteile einer mit Kerze betriebenen Duftlampe sind folgende: 1. Die Öle sind direkt Luft, Hitze und Licht ausgesetzt, wir wissen aber, dass ätherische Öle es am liebsten kühl und dunkel mögen. 2. Durch die Oberflächenspannung des Wassers, liegen die Öle auf der Wasserfläche und werden zum Rand des Ölschälchens nach außen verdrängt, wo sie sich meist ablagern und oxidieren. Das verursacht immer Ablagerungen, welche sich einbrennen und verbrennen können, dadurch entstehen Peroxide, welche die Schleimhäute reizen könne, wenn diese eingeatmet werden. 3. Werden ätherische Öle auf diese Art längere Zeit vernebelt, entstehen zusätzlich auch Zersetzungsprodukte (z.B. Benzol und andere), welche zu Kopfschmerzen führen können. Wenn du mit einer Duftlampe einen Raum beduften möchtest, achte auf den Abstand zwischen Kerze und Wasserschale und darauf, dass die Wasserschale groß genug ist damit das Wasser nicht so schnell verdunstet.

Ich persönlich mag Diffusoren für ein angenehmes Raumklima lieber, aber es gibt ja noch weitere Möglichkeiten einen Raum zu beduften.

  1. Als Raumspray
  2. Auf Trockenblumen, Wattebäuschen oder Tondiffusern
  3. Und natürlich hat der Markt noch viele andere großartige Möglichkeiten.

Eine Dauerbeduftung ist nicht empfehlenswert, es ist wie mit allem im Leben, alles, was zu viel ist, ist nie gesund. Daher empfiehlt es sich max. 3-mal am Tag max. für 30Min den Raum zu beduften und danach auch immer wieder gut zu lüften.

Ein Wort noch zu den Herstellern ätherischer Öle: Im Laufe meines Lebens habe ich ätherische Öle von sämtlichen Herstellern kennen gelernt und genutzt. Ich habe sehr vieles kennen und lieben gelernt und habe ein paar Lieblingsöle. Mehr dazu findest du unter meinen Empfehlungen.

Wenn du tiefer in die Welt der ätherischen Öle eintauchen möchtest, dann möchte ich dich gerne zu meinen Aroma News auf Telegram einladen, und gerne begrüße ich dich natürlich auch in einer Aromaberatung. Das soll für heute reichen, da kommen sicher noch viele spannende Beiträge, wo ich tiefer auf die einzelnen Themen eingehen werde, das hier soll mal ein kleiner Vorgeschmack sein.

Noch was Rechtliches: Ich schreibe und spreche immer von einem gesunden Körper. Heilaussagen zu tätigen liegt mir fern. Ich mache keine Angaben ob oder welche ätherischen Öle bei Krankheiten zu verwenden sind. Ich verfolge den Ansatz, den gesunden Körper und seine gesunden Funktionen zu verstehen und die gesunden Körperfunktionen mit ätherischen Ölen so zu unterstützen, dass unser Körper gesund bleibt. Alle Informationen wurden nach meinem besten Wissen und aktuellem wissenschaftlichen Stand aufgeschrieben. Ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden oder Folgen, die sich aus Gebrauch oder Missbrauch oder unsachgemäßen Gebrauch, der hier veröffentlichten Inhalte ergeben. Jeder Nutzer ist selbst verantwortlich, Nutzen und Risiken abzuwägen, meine Infos ersetzen keinen Besuch beim Arzt, Heilpraktiker oder Aromatherapeuten.

Dufte Grüße Isabel