Hanf – die älteste Heilpflanze

Schon ca. 10.000 Jahre v.Chr. wurde von Hanf berichtet. Hanf war der wichtigste Rohstoff für Nahrungsmittel, Medizin und wurde zur Herstellung von Seilen, Stoffen, Papier und ähnlichem genutzt. Ca 2.300 v.Chr. wurde davon berichtet, dass Hanf als Arzneimittel bei Rheuma und Malaria erfolgreich angewendet wurde. In den Schriften von Hildegard von Bingen wird Hanf ebenfalls als Medikament erwähnt. Bis 1920 war Hanf als Arzneimittel in den Apotheken erhältlich, 1924 wurde der Hanf dann unter Drogenkontrolle gestellt und der Anbau wurde verboten.

Leider hat Hanf im 20ten Jahrhundert seine Bedeutung fast verloren. Erst seit 1990 darf in Deutschland wieder legal Nutzhanf angebaut werden und Hanf wird so langsam wieder bedeutungsvoller. In Israel wird seit längerer Zeit Hanf z.B. erfolgreich in der Geriatrie eingesetzt und generell ist die aktuelle Entwicklung zum Thema Hanf sehr spannend.

Wer tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, dem empfehle ich mal eigene Recherchen, das würde hier zu weit führen, ist aber ein spannendes Thema.

Unterschiedliche Pflanzen

Je mehr ich von Hanf lese, darüber lerne und recherchiere, desto spannender finde ich diese Pflanze. Wusstest du, dass es eine männliche und eine weibliche Hanfpflanze gibt? Und es gibt sogar doppelgeschlechtliche Pflanzen. Männliche und weibliche Hanfpflanzen produzieren unterschiedliche Blüten, außerdem gibt es zwei unterschiedliche Hanfsorten, welche in Deutschland angebaut werden: Indica und Sativa.

Ein kleiner Ausflug in die Botanik: der männliche Hanfpollen bestäubt die weibliche Pflanze, damit diese Samen produzieren kann. Wird eine weibliche Pflanze nicht bestäubt, dann erhöht sich der THC Gehalt in den Blüten und dann sprechen wir von Cannabisblüten. Männliche Pflanzen haben einen geringeren Gehalt an Cannabinoiden und enthalten das sogenannte Terpen, welches der Aromastoff des Hanfes ist. Weibliche Hanfpflanzen haben einen höheren Cannabinoid- und Terpengehalt. Außerdem gibt es Hanf mit THC Gehalt und Nutzhanf, wo der THC Gehalt sehr gering ist. In Deutschland ist es nur legal Nutzhanf mit geringem THC Gehalt anzubauen, Hanf mit hohem THC Gehalt darf nicht angebaut werden.

What about THC?

TetraHydroCannabidiol – gehört zu den Cannabinoiden, ist aber eine psychoaktive Substanz und hat eine berauschende Wirkung.

In Deutschland sind nur Hanfprodukte/ Hanföle/ CBD-Öle zugelassen, welche einen TCH Gehalt unter 0,2% nicht überschreiten. Mein Tipp: Achte immer auf eine zertifizierte Zulassung und auf den deutlich definierten THC Gehalt achten.

Was sollte man sonst beachten?

CBD Öle sind ja schon ziemlich vielen Menschen bekannt. Was dabei keine oder selten Beachtung findet, ist das dort aus der Hanfpflanze nur das Cannabidiol (CBD) genutzt wird. Eine Hanfpflanze enthält aber über 100 verschiedene Cannabinoide (u.a. CBD, CBG, CBC, CBM usw.). Da sich die Cannabinoide ergänzen und ihre Wirkweisen ganzheitlich noch effektiver ist als ein isoliertes Cannabinoid, bevorzuge ich immer ein Hanfvollextrakt, bei welchem die ganze Hanfpflanze und alle über 100 Cannabinoide verarbeitet werden.

CBD-Öle und auch Hanfvollextrakte, sowie andere Hanföle sind in Deutschland nur als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen.

Es gibt natürlich auch Medizinisches Cannabis, welches allerdings vom Arzt verschrieben werden muss und wegen dem THC Gehalt, dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegt.

Es ist bei Hanf leider so, dass es viele rechtliche Dinge zu beachten gibt, wenn man als Hersteller oder Verkäufer über Hanf spricht oder schreibt. Natürlich dürfen keine Heilversprechen gemacht werden und alle Fallbeispiele müssen als „individueller Erfahrungsbericht“ deklariert werden. Hersteller dürfen z.B. keine Angaben zu Wirkungsweisen oder Indikationen für Hanföle oder CBD-Öle machen. Es ist schade, dass so zu erleben, denn Hanf ist die älteste Heilpflanze und in der Antike finden wir viele Hinweise, wozu Hanf genutzt wurde und welche Krankheiten gebessert oder geheilt werden konnten.

Da auch ich nicht zur Zielschreibe der Pharmaindustrie werden möchte, schreibe ich es hier nochmal sehr deutlich auf: Ich gebe hier in diesem Artikel keinerlei Heilversprechen und auch keine Anwendungsempfehlungen. Aber ich möchte auch nicht verschweigen, dass Cannabinoide deinen Körper und seine Funktionen unterstützen können.

Ob Cannabinoide für dich und dein Kind das richtige sind, kannst nur du allein entscheiden und dann kannst nur du selbst herausfinden.

Ich persönlich nutze Hanf für mich und meine Kinder und habe damit positive Erfahrungen gemacht. Wenn du mehr dazu wissen möchtest, dann schreib mir gerne eine Nachricht und ich tausche mich gerne persönlich darüber aus.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Blogbeitrag den Hanf etwas näherbringen und bin gespannt auf deine Erfahrungen. Ich freue mich, wenn Du meinen Blog auch deinen Freunden empfiehlst und wenn du meinen Newsletter abonnierst

Dufte Grüße Isabel