Hatte dein Kind schon mal Ohrenschmerzen? Vielleicht hattest du auch schon mal selber Ohrenschmerzen und weißt wie schmerzhaft das sein kann.

Ein schmerzendes Ohr, kann ganz plötzlich kommen und gehen, oder langsam zunehmen und dann auch wieder langsam abnehmen. Es kann ein stechender Schmerz oder ein Druckschmerz sein. Manchmal schmerzt das Ohr nur einseitig, oder auch beide Ohren werden von Schmerzen geplagt. Leidet ein Kind unter Ohrenschmerzen, können ebenfalls Schwindel und schlechteres Hören auftreten. Diese begleitenden Symptome treten auf, weil das Ohr eben nicht nur aus Ohrmuschel und Gehörgang besteht, sondern unser Hörorgan und Gleichgewichtssinn dort zu finden sind. Es kann also sein, dass dein Kind neben Ohrenschmerzen auch über ein rauschen im Ohr klagt.

Ohrenschmerzen können unterschiedlichste Ursachen haben. Meistens im Kindesalter sind Entzündungen die Ursache. Es kann aber auch ein begleitendes Symptom sein, wie z.B. bei Mumps. Ich werde hier in diesem Blogbeitrag nicht auf alle Ursachen eingehen, sondern beschränke mich auf die häufig auftretende Mittelohrentzündung (Otitis media). Sie ist häufig die Folge einer Erkältung, die Bakterien, die sich zuerst im Nasen- Rachenraum befanden, haben sich bis ins Mittelohr verbreitet und sorgen dort für Entzündungsprozesse.

Eine Mittelohrentzündung kann 5-10 Tage dauern. Wenn es nach einer Woche keine deutliche Besserung gibt, gehe bitte zum Arzt, und lass dein Kind vom Kinderarzt untersuchen.

Hier sind Tipps, die deinem Baby und Kleinkind/Kind bei Ohrenschmerzen helfen können:

  • Für freie Nasenatmung sorgen, denn abgeschwellte Nasenschleimhäute helfen das Sekret auch im Ohr besser abfließen zu lassen, da der Druck in den oberen Atemwegen dadurch verringert wird.
  • Zwiebelsäckchen auf das Ohr legen
  • Zwiebelsocken an die Füße
  • Senfmehlfußbäder (bei Kindern ab dem 3Lj. )
  • Kamillesäckchen
  • Kartoffelsäckchen
  • Rotlicht/ Wärmesäckchen
  • Heilerde-Auflage
  • Engelwurzbalsam um das Ohr außen herum
  • Johanniskrautöl-Auflagen mit Lavendel fein und Cajeput
  • Tee zur Unterstützung
  • Ohrentropfen nur bei intaktem Trommelfell, also wenn das Ohr ganz trocken ist und keinerlei Sekret fördert. Da gibt es verschiedene homöopathische und anthroposophische Tropfen.
  • Aromapflege: Mandarine Rot, Cajeput, Lavendel fein, Rosenholz, Eucalyptus staigeriana, Thymian linalool.

WICHTIG:

Wenn dein Kind zusätzlich zu den Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen hat, oder Geräusch- und Lichtempfindlich sein sollte, suche bitte umgehend einen Arzt auf. Es kann bei einer Mittelohrentzündung auch zu Komplikationen kommen. Eine Komplikation könnte eine Hirnhautentzündung (Meningitis) sein. Gerade bei Säuglingen bis zum 6ten. Lebensmonat können solche Komplikationen vermehrt auftreten. Wenn dein Baby sich beständig ans Ohr greift und weint und erbricht oder sonst auffällig ist, suche bitte einen Arzt auf, damit der abklären kann ob es Komplikationen gibt. Wenn Sekret aus dem Ohr herausläuft, kann es sein, dass das Trommelfell geplatzt ist. Dann bitte nichts ins Ohr träufeln, sondern zum Arzt gehen und das abklären lassen.

Ich hoffe dir haben diese Infos gefallen und Du kannst sie bei den nächsten Ohrenschmerzen anwenden.

Bei Fragen, Anregungen oder Verbesserungsideen schreib mir gerne eine Mail.

Bleib gesund!

Dufte Grüße Isabel