Was sind Windpocken? Wann treten sie gehäuft auf und welche Besonderheiten gibt es bei Windpocken?   

Windpocken (Varizellen) werden durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst. Windpocken sind auch unter den Namen: Feuchtblattern oder Wasserpocken bekannt. Windpocken sind für gesunde Kinder nicht gefährlich.

Windpocken treten ganzjährig auf, die Erkrankungen häufen sich allerdings vermehrt im Winter und Frühjahr. Typisches Erkrankungsalter ist das Kindergartenalter.

Wie kannst Du die Krankheit erkennen?

Es kann zu allgemeinen Krankheitssymptomen wie leichtem Fieber, Gliederschmerzen und Unwohlsein kommen. Typischerweise allerdings ist der juckende Hautausschlag. Es beginnt mit kleinen, roten Flecken, die im Verlauf eines Tages zu Bläschen werden. Die Blasen sind zu Beginn der Erkrankung mit durchsichtiger Flüssigkeit gefüllt, die im Krankheitsverlauf gelblich-trüb wird, daraufhin trocknen die Bläschen ein und es bilden sich Krusten, bis diese verheilen. Der Ausschlag kann am gesamten Körper auftreten, auch im Mund und auf dem Kopf. Die Erkrankung dauert ca. 5-10 Tage.

Wie steckt man sich an und wie lange ist die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit beträgt 11-21 Tage und die Ansteckung erfolgt bereits 1-2 Tage vor dem Sichtbarwerden des Ausschlags. Die Kinder sind solange ansteckend, bis die letzte Blase eingetrocknet und verkrustet abgeheilt ist. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion oder auch, wenn das Kind mit dem Sekret aus den Windpocken Kontakt hatte. Außerdem kann das Virus auch mehrere Meter über die Luft übertragen werden und gelangt dann über Augen, Mund oder Nase in den Körper.

Wenn dein Kind an Windpocken erkrankt, vermeide, dass dein Kind mit abwehrgeschwächten oder Schwangeren Kontakt hat. 

Gibt es einen Nestschutz?

Ja, wenn die Mutter selber Windpocken hatte.

Was macht die Schulmedizin?

In der Regel bekommen die Kinder Lotionen verschrieben, die den Juckreiz lindern sollen. Wenn der Juckreiz überaus stark ist, werden auch Antihistaminika verschrieben. Die verschriebenen Lotionen sind nicht immer unbedenklich. Dazu findest du im nächsten Abschnitt mehr.

Was kann die Naturheilkunde?

Bei Windpocken kann es sinnvoll sein, die Raumtemperatur eher kühler zu halten um Schwitzen zu vermeiden (Schweiß könnte den Juckreiz verstärken). Außerdem ist es ratsam Kleidung aus 100% Baumwolle zu tragen um die Haut nicht durch unnötige Reibung zusätzlich zu reizen. Baumwollhandschuhe und Socken können im Schlaf hilfreich sein, damit dein Kind sich nicht unbewusst kratzt.

Dein Kind sollte die Bläschen nicht aufkratzen, damit Entzündungen vermieden werden. Der Ausschlag darf nicht unterdrückt werden, da durch diesen sinnvollen Mechanismus der Körper die belastenden Stoffe über die Haut nach draußen transportiert.

Zink- und Kortison Salben unterdrücken diesen Mechanismus und sollten daher möglichst vermieden werden.

Du kannst deinem Kind mit Wecesinpuder helfen, welches du auf die Blasen geben kannst, um den Juckreiz zu mildern.

Dieser Puder wird in der anthroposophischen Medizin genutzt. In diesem Puder sind folgende Inhaltstoffe enthalten: Arnika, Calendula und Echinacea (wirken entzündungshemmend und wundheilungsfördernd). Außerdem sind noch mineralische Substanzen enthalten.

Bei starkem Juckreiz kannst du die Windpocken auch mit Siliciumgel (Kieselsäuregel) betupfen. Das betupfen kann mehrmals am Tag erfolgen. Solch ein Gel ist in den meisten Reformhäusern, aber auch in Apotheken erwerbbar.

Kieselsäure wirkt unteranderem: entzündungshemmend und desinfizierend.

Eichenrindenwaschungen (dazu Eichenrindensud kochen und mit Wasser verdünnen) können durchgeführt werden um starken Juckreiz mildern.

Eichenrinde wirkt außerdem: antibakteriell und entzündungshemmend.

Dasselbe geht auch mit Schwarztee-Kompressen oder Du wäscht dein Kind mit Essigwasser (1 Teil Essig z.B. Apfelessig und 3 Teile 26°C warmes Wasser). Wichtig dabei ist die Haut danach gut abzutrocknen! Die Bläschen sollen austrocknen, daher ist es sinnvoll auf den unnötigen Kontakt mit Wasser zu verzichten.

Sollte dein Kind ein Bläschen aufgekratzt haben, kannst du Ringelblumensalbe, Hamamelis Salbe oder Kamillensalbe auftragen. Diese Salben kannst du auch auf entzündete Blasen geben. Kamillentinkturen mit Kamillentee können ebenfalls bei Juckreiz eingesetzt werden.

Ringelblume wirkt: entzündungshemmend, antibakteriell, abschwellend, adstringierend, krampflösend und reinigend.

Hamamelis wirkt: entzündungshemmend und beruhigend.

Kamille wirkt: entzündungshemmend, antibakteriell, schmerzlindernd und beruhigend.

Dein Kind sollte während der Erkrankung nicht duschen oder baden, da die Wundheilung dadurch verzögert werden kann. Die Bläschen sollen austrocknen, daher ist es sinnvoll auf den unnötigen Kontakt mit Wasser zu verzichten.

Besteht nach der Erkrankung Immunität?

Nein, da das Varizella-Zoster-Virus zu den Herpesviren gehört, können auch die Varizella-Zoster-Viren im Körper verbleiben. Bei erneutem Kontakt mit dem Virus kann es, bei Abwehrschwäche, zu erneuter Erkrankungen  in Form von Gürtelrose kommen.

 

Ich hoffe dir hat dieser Blogbeitrag neue Erkenntnisse gebracht. Wenn du noch weitere Fragen hast, komm gern in meine Beratung, schreibe mir eine Nachricht und abonniere meine AromaNews. Ich freu mich, wenn ich dich begleiten darf.

Dufte Grüße

Isabel

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