Das solltest du unbedingt über ätherische Öle wissen!

Wenn du das Internet durchsuchst, findest du unglaublich viele Informationen über ätherische Öle. Du findest Beiträge von „alles nur Natur und vollkommen unbedenklich“ bis zur Panikmacherei und Angst vor ätherischen Ölen. Was denn nun??? Sind ätherische Öle nun sicher und unbedenklich oder gefährlich? Das kann ganz schön verwirrend sein, wenn man neu in das Thema ätherische Öle einsteigen möchte. Ich habe mir als Aromapraktikerin die Zeit genommen und die wichtigsten Basics über ätherische Öle für dich zusammengefasst.

Auf meinem Blog schreibe ich immer wieder über ätherische Öle und ihren Einsatz in der Aromapflege, ich versuche immer wieder die wichtigsten Basics zu erwähnen, was leider meist die Länge der Blogbeiträge sprengt. Daher habe ich hier einen Überblick über die wesentlichen Grundlagen zur Aromapflege zusammengefasst. Es macht mich besonders dankbar, dass ich mit ätherischen Ölen aufwachsen durfte. Ich habe diese „duften Essenzen“ im Erwachsenwerden etwas aus den Augen verloren aber in meiner ersten Schwangerschaft 2014 sind sie wieder unglaublich bedeutungsvoll für mich geworden. Tatsächlich kenne ich also schon über 30 Jahre ätherische Öle und seit 7 Jahren nun intensiv. Lass uns nun schauen, was ätherische Öle sind, wie du sie anwenden kannst und worauf du achten solltest.

Was sind ätherische Öle eigentlich?

Ätherische Öle sind aromatische, hochkonzentrierte Pflanzenextrakte, die sorgfältig durch Dampfdestillation, Kaltpressung oder Harzanzapfung gewonnen werden. Ätherische Öle gelangen schnell beim Hautkontakt oder beim Einatmen in den Blutkreislauf und das Gewebe. Nach wenigen Minuten finden wir diese Duftmoleküle im Blut, wo sie schließlich verstoffwechselt werden. Nach ein paar Stunden werden diese dann wieder ausgeschieden. Wenn also z.B. ätherische Öle in unsere Blutbahn gelangen, lohnt es sich auf eine gute Bioqualität des Öls zu achten!

Ätherische Öle werden über unsere Haut und die Duftmoleküle über unsere Nasenschleimhaut aufgenommen und wirken über unser Riechsystem. Nach der Aromatherapie üben Düfte Einfluss auf die Gefühle, das vegetative Nervensystem, die Hormon-Produktion oder das Immunsystem aus. Wenn wir uns die chemischen Reaktionen bei der Destillation anschauen, finden wir einen hochkomplexen Vorgang. Ich möchte hier nur so viel dazu schreiben: die Dampfdestillation bewirkt die Entstehung teils neuer Stoffe, welche in den Pflanzen, welche destilliert werden, nicht enthalten sind, aber unserem Körper einen positiven Nutzen bringen. Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Vielstoffgemische und letztendlich hochpotente Wirkstoffe aus der Natur, welche durch Technik zu unserem Wohlbefinden gewonnen werden.

Ätherische Öle riechen

Wir besitzen ca. 30 Mio. Riechzellen in unserer Nasenschleimhaut. Diese Riechzellen können einzelne Duftmoleküle innerhalb 100lster Sekunden klassifizieren, quasi, bevor wir einen Geruch wahrnehmen, haben unsere Riechzellen ihn schon identifiziert – es ist cool was unser Körper da leistet, oder? Wenn wir also Duftmoleküle über die Riechzellen aufnehmen, werden diese über den Riechnerv an den Riechkolben (vorderster Teil des Riechhirns) weitergeleitet. Wir sehen hier einen sehr komplexen Reiz- Reaktions- Vorgang.

Wie verwendet man ätherische Öle?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um ätherische Öle sicher anzuwenden. Du kannst ätherische Öle zur Raumbeduftung nutzen und damit das Raumklima verbessern, da die Luft gereinigt wird. Zur Raumbeduftung stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Aromalampe/ Ultraschalldiffuser/ Aroma Stream/ Duftstein/ Aromavernebler/ Thermoduftgerät oder eine Raumspray. Du kannst ätherische Öle auch auf Aromaschmuck anwenden und so den Duft immer bei dir tragen. Das Inhalieren eines ätherischen Öls am offenen Ölfläschchen und an einem Inhalationsstift sind eine wunderbare Möglichkeit für kurze Pausen im Alltag oder für Situationen, wo du besondere Unterstützung benötigst. Dann haben wir noch die Möglichkeit, ätherische Öle verdünnt auf die Haut aufzutragen, als Körperpflege oder für eine Massage oder zum Beispiel nach einem reichhaltigen Essen könntest du dir eine Ölmischung machen, welche deine Verdauung unterstützt und damit deinen Bauch reinreiben.

Kurz zusammengefasst hast du zwei Anwendungen in all ihren Facetten:

  1. Raumbeduftung und Riechen/Inhalieren
  2. Anwendungen auf der Haut

Ätherische Öle können deine Emotionen unterstützen und dich bei Stress und Ängsten begleiten. Sie können dein Immunsystem, deine Hormone und Körperfunktionen, sowie deinen Schlaf unterstützen und dich in vielen Situationen begleiten. Ich bin dankbar, sie in so vielen Lebensbereichen nutzen zu dürfen.

Ätherische Öle und dein Geruchssinn

Wenn ein Baby im Mutterleib entsteht, dann bilden sich nach und nach alle Organe, Nerven und so weiter. Es ist sehr spannend zu sehen, dass sich der Geruchssinn im Mutterleib mit als erstes entwickelt, somit wissen wir, dass das Ungeborene schon wenige Zeit nach der Entstehung im Uterus Gerüche wahrnehmen kann. Sehr wichtig zu wissen ist auch, dass der Geruchssinn bei Babys nach der Geburt bis etwa zum dritten Lebensmonat am stärksten ausgeprägt ist (das erklärt auch, warum wir da besonders achtsam sein sollten, um die kleinen Nasen nicht zu überfordern) und dann bis zum Kleinkindalter schwächer wird und sich im Wachstum nochmal verstärkt. Der Geruchssinn erreicht bis zum ca. 35 Lebensjahr seinen Höhepunkt. Es ist wissenschaftlich bekannt, dass der Geruchssinn zum Lebensende wieder schwächer wird.

Anatomie der Nase

Schauen wir uns die Anatomie der Nase und des Geruchssinns mal genauer an: zu den äußeren und sichtbaren Teilen der Nase gehört der Nasenrücken, die Nasenflügel, die Nasenlöcher sowie die Nasenwurzel. Die Nase besteht teils aus Knochen und teils aus Knorpel. Der innere und nicht sichtbare Teil der Nase ist viel größer als der äußere Teil. Den inneren Teil der Nase nennt man Nasenhöhle. Dort begegnen uns die Nasenscheidewand, sowie Schleimhäute, welche die Nasengänge bilden. Diese Strukturen sind nicht primär beim Riechen beteiligt, aber lass mich mal das Geheimnis auflösen, wie wir eigentlich riechen können. Die obere Begrenzung der Nasenhöhle bildet eine knöcherne Platte, die Siebbeinplatte. Auf dieser Siebbeinplatte liegt der Riechnerv. Die Schleimhaut, welche die obere Nasenhöhle auskleidet, bezeichnet man als Riechschleimhaut, in ihr befinden sich Riechzellen welche mit dem Riechnerv verbunden sind.

Wenn wir also einen Duft einatmen, werden die Duftmoleküle über die Riechschleimhaut aufgenommen, an die Reichzellen weitergeleitet und dort in einen chemischen Impuls umgewandelt und über den Riechnerv an das Riechhirn weitergeleitet. Ich liebe es zu sehen, wie unglaublich perfekt unser Körper funktioniert! Die Weiterleitung von Duftmolekülen, welche eine Information an unser limbisches System senden, können unseren Körper und unsere Emotionen unterstützen. Hier finden wir die Herstellung neurochemischer Stoffe, die unsere gesunden Körperfunktionen unterstützen können. Nach wenigen Minuten finden wir diese Duftmoleküle im Blut, wo sie schließlich verstoffwechselt werden. Nach ein paar Stunden werden diese dann wieder ausgeschieden. Wenn also z.B. ätherische Öle in unsere Blutbahn gelangen, lohnt es sich auf eine gute Qualität des Öls zu achten! Ätherische Öle werden über unsere Haut und Nasenschleimhaut aufgenommen und wirken über unser Riechsystem, welches ich dir bis hierher erläutert habe, auf unseren Körper.

Ich bin absolut fasziniert, zu sehen, wie ätherische Öle mit ihren wundervollen Einzelbestandteilen von z.B. Monoterpenen, Sesquiterpene, Aldehyden, Coumarinen ect. über das Riechen, also unseren chemischen Sinn, neben dem Schmecken und den physikalischen Sinnen (Hören, Fühlen, Sehen) unsere Sinneswahrnehmung perfekt machen und unseren Körper so gut unterstützen.

Tests haben gezeigt, dass ätherische Öle, wenn sie inhaliert werden, innerhalb von kürzester Zeit Herz, Leber und Schilddrüse erreichen können. Sie können nach einer Einreibung innerhalb von wenigen Sekunden im Blutstrom zu finden sein. Nach 3-6 Stunden sind sie in der Regel wieder verstoffwechselt. Körper, Geist und Seele profitieren von ätherischen Ölen und ich muss sagen, mich begeistert es immer wieder, dass wir durch Düfte eine physiologische (also eine natürliche) Wirkung im limbischen System auslösen können. Das ist kein Hokuspokus, sondern Chemie in unserem Körper. Wir können also durch die Anwendung ätherischer Öle (welche zu elektrochemischen Reaktionen führen) physiologische Reaktionen in unserem Körper bewirken und unterstützen. Ich spreche hier immer vom gesunden Körper und seinen gesunden, normales Funktionen.

Mit ätherischen Ölen kannst du deine gesunden Körperfunktionen unterstützen:

  • Atmung
  • Bewegungsapparat
  • Hormonsystem
  • Immunsystem
  • Verdauungssystem
  • Emotionen
  • Mental, spirituell
  • Gehirnaktivität/Konzentration/Fokus

Ätherische Öle eignen sich für Schwangere, Babys, Kleinkinder, Schuldkinder, Teens, kurz für jedes Alter und jede Lebenslage, wichtig ist nur zu wissen, dass nicht immer jedes Öl in jedem Alter und jeder Lebenslage gut sein kann, da schau bitte immer selbst, frag mich gerne und achte auf die Empfehlungen der Aromatherapie. Außerdem ist es wichtig ätherische Öle nicht pur auf der Hautanzuwenden, sondern sie zu verdünnen. Dazu gibt es vom Tisserand Institute für jedes Alter entsprechend sichere Verdünnungsempfehlungen, an welche ich mich halte. Lies dir gern meine Beiträge zu ätherischen Ölen in der Schwangerschaft und in der Stillzeit durch.

Sicherheit ist wichtig:

  • Lagere deine ätherischen Öle dunkel und kühl, jedoch nicht im Kühlschrank.
  • Ätherische Öle sollten immer verdünnt (dazu halte ich mich an die Verdünnungsempfehlungen des Tisserand Institute) angewendet werden, es handelt sich um Wirkstoffgemische und daher hat jeder Tropfen eine Wirkung für deinen Körper und deine Emotionen.
  • Achtung bei heißen Ölen (mögliche hautreizende Öle) wie z.B. Thymian (in Ct. Vulgaris, Thymol und Officinalis), Zimt (Rinde und Blatt), Cassia, Nelke (Blatt und Blüte), Bohnenkraut Oregano sollten nur maximal in einer 0,5%tigen Verdünnung angewendet werden, da sie stark Hautreizend sind.
  • Es gibt photosensitive ätherische Öle, wie z.B. Bergamotte, Zitrone, Tagetes und Angelika, wenn du diese verwendest, achte darauf, direkte Sonneneinstrahlung auf der Haut für 24-48 Stunden zu vermeiden, um keine Hautverfärbung und Irritation hervorzurufen. Aber auch das Wirkstofföl Johanniskraut hat photosensitive Eigenschaften.
  • Ätherische Öle gehören nicht in die Augen, Ohren, die Nase oder andere Stellen mit besonders empfindlicher Haut (Schleimhaut). Sollte dir dennoch aus Versehen passieren, dass ätherisches Öl ins z.B. Auge gelangt, dann spüle die Körperstelle lange mit lauwarmem Wasser. Diese Empfehlung ist seit ein paar Jahren neu und auf ein Ausreinigen mit fetten Pflanzenölen sollte verzichtet werden, um eine zusätzliche Reizung der Hornhaut zu vermeiden.
  • Verwende ätherische Öle achtsam und mit Sinn und Verstand, nutze Fachbücher oder besuche Seminare und Kurse zu diesem Thema.

Achtung!

Verwende bitte nur 100% naturreine ätherische Öle, welche die vollständigen Angaben auf ihren Etiketten einhält. Auf einem Etikett muss gesetzlich folgendes vermerkt sein: Name des Herstellers, Ursprungsland, Volumenangabe, MHD, Vermerk von Vorsichtsmaßnahmen zum Gebrauch, Chargennummer, Verwendungszweck, Detaillierte Auflistung der Inhaltsstoffe (INCl Bezeichnung). Außerdem können auch noch der botanische Pflanzenname, die genaue Bezeichnung, ob das Öl naturrein oder ähnliches ist, Anbauland und Anbauweise, Gewinnungsverfahren und verwendete Teile der Pflanze, Zertifizierungen (wenn vorhanden), Dosierungshinweise und Sicherheitsempfehlungen. Wenn das ätherische Öl als Bedarfsmittel zugelassen ist, sind Gefahrenpiktogramme notwendig (entfällt bei ätherischen Ölen, welche als Kosmetika zugelassen sind). (Quelle: IT Rechtskanzlei)

Lass dich bitte nicht von Äußerungen verunsichern, dass in einem Fläschchen, wo 100% naturreinen ätherischen Öl draufsteht, nur 5% wirklich reines Öl sein müssten und der Rest könnte Füllstoff sein. In der EU haben wir eine Deklarationspflicht und daher sind bei 100% naturreinem Öl eines seriösen Herstellers, auch 100% reines Öl in der Falsche. Wenn dort mit Pflanzenölen verdünnt wird, muss das auch in den Inhaltsstoffen zu lesen sein. Hier gibt es leider viele falschen Informationen, daher habe ich umfassend recherchiert und konnten keine Quelle finden, die diese Äußerungen bestätigen. Es stimmt, dass der Begriff 100% nicht rechtlich geschützt ist, aber es gibt keine Quelle, welche diese 5% / 100% Idee bestätigt! Seriöse Hersteller in Europa bieten 100% naturreine ätherische Öle in exzellenter Qualität, da ist nichts verpfuscht oder gepantscht, wenn ein sehr teures ätherisches Öl in Jojobaöl oder Alkohol gegeben wurde, dann nur im Sinne der Nachhaltigkeit und um diese wertvollen teuren Öle nicht zu verschleudern, dies steht dann auch auf dem Fläschchen drauf! Wenn du ätherische Öle nutzen möchtest, informiere dich über qualitativ hochwertige Hersteller, ätherische Öle vom Billigdiscounter kann ich dir nicht empfehlen, aber es gibt sehr viele seriöse Hersteller, teilweise auch kleine Familienbetriebe, welche eine grandiose Qualität ätherischer Öle anbieten.

Ätherische Öle und Schwangerschaft

Es gibt Äußerungen, dass man von ganz bestimmten Herstellern viel mehr Öle oder andere Öle sicher in der Schwangerschaft nutzen könne, weil diese viel sanftere Inhaltsstoffe enthalten würden, als alles andere was man auf dem Markt findet. Zur Aufklärung: die Inhaltsstoffe eines ätherischen Öls können je nach Anbaugebiet und Anbauart variieren. In einem Vielstoffgemisch finden wir nach einer Destillation bestimmte Inhaltsstoffe, teilweise entstehen neue Inhaltsstoffe während dem Destillationsprozess. Wenn nun behauptet wird, dass angeblich irgendwelche Öle besonders anders sind, könnte evtl. daran liegen, dass ätherische Öl nachbearbeitet werden. Das würde zum Beispiel durch eine Rektifikation gehen (Wikipedia: „thermisches Trennverfahren und stellt eine Erweiterung der Destillation oder eine Hintereinanderschaltung vieler Destillationsschritte“) oder aber, in dem die ätherischen Öle in einem Labor nachbearbeitet und einzelne Stoffe entfernt werden (was eine Möglichkeit ist, um bestimmte Stoffe zu entfernen). Für jedes ätherische Öl findest du in Fachbüchern die genauen Inhaltstoffe aufgelistet. Lass mich dir ein Beispiel geben: Pfefferminze enthält zum Beispiel 3-18% Monoterpene, 50% Monoterpenole und so weiter. Bei den Monoterpenolen haben wir weitere Unterteilungen z.B. 28-46% 1-Menthol, 2-7,7% Neomenthol und so weiter. Das sind die natürlichen Schwankungen, welche normal sind (Quelle: Wabner: Aromatherapie). Lies dazu meinen umfangreichen Artikel über Ätherische Öle und Kräuter in der Schwangerschaft.

Duftlampe/ Streamer/ Vernebler oder Diffuser für die Raumbeduftung?

Als kleines Mädchen habe ich die Öle in einer Duftlampe kennen gelernt, heute weiß man, dass die Öle ideal mittels Ultraschallvernebler/ Vernebler/ Streamer vernebelt werden können. Nachteile einer mit Kerze betriebenen Duftlampe sind folgende: 1. Die Öle sind direkt Luft, Hitze und Licht ausgesetzt, wir wissen aber, dass ätherische Öle es am liebsten kühl und dunkel mögen. 2. Durch die Oberflächenspannung des Wassers, liegen die Öle auf der Wasserfläche und werden zum Rand des Ölschälchens nach außen verdrängt, wo sie sich meist ablagern und oxidieren. Das verursacht immer Ablagerungen, welche sich einbrennen und verbrennen können, dadurch entstehen Peroxide, welche die Schleimhäute reizen könne, wenn diese eingeatmet werden. 3. Werden ätherische Öle auf diese Art längere Zeit vernebelt, entstehen zusätzlich auch Zersetzungsprodukte (z.B. Benzol und andere), welche zu Kopfschmerzen führen können.

Sinnvoller ist daher die Anwendung ätherischer Öle auf andere Art und Weise:

  • Als Raumspray
  • Im Ultraschallvernebler/ Diffuser/ Thermoduftstein oder Streamer
  • Auf Trockenblumen, Wattebäuschen oder Aromaschmuck
  • Und natürlich direkt und verdünnt auf der Haut

Dosierung und Verdünnungsempfehlungen

Ein sehr wichtiges Thema in der Aromapflege ist die Dosierung der ätherischen Öle und somit auch die Empfehlung zur Verdünnung. Die Natur hat die Pflanzen mit 0,5-10% ätherischem Öl ausgestattet, meistens liegen die Konzentrationen der ätherischen Öle in den Pflanzen bei bis zu 3%. Wenn wir diese wertvollen ätherischen Öle also täglich nutzen wollen, reichen bis max. 3% das sind 6 Tropfen ätherisches Öl in 10 ml fettem Pflanzenöl. Alles was die 3% übersteigt, gehört in absoluten Ausnahmefällen, bei Akuterkrankungen, in die Hände von Aromatherapeuten /Ärzten/ Heilpraktikern. Bei Kindern sollten ätherische Öle nur bei Bedarf angewendet werden, das Immunsystem ist so wunderbar und muss nicht ständig stimuliert werden. Diese wertvollen Öle sind ein absoluter Segen, niemand muss Angst haben sie zu nutzen, solange wir es achtsam, sicher und nachhaltig machen. Wusstest du das z. B. Atlaszeder, Eukalyptus und Weihrauch zu den bedrohten Arten gehören? Es gibt noch andere Arten, welche bedroht sind. Wie mit allem im Leben, alles in Maßen, statt Massen, aus Liebe zum Schöpfer und seiner Schöpfung, denn die Schöpfung ist nicht unerschöpflich.

Schaut euch echt mal an, wieviel Pflanzenmaterial ihr benötigt für ein Fläschchen ätherisches Öl, da wird klar wie intensiv diese Tropfen sind und warum wir sie verdünnt nutzen sollten, um unserem Körper zu helfen und ihm langfristig nicht zu schaden und auch um nachhaltig mit der Natur umzugehen, die nicht unerschöpflich ist. Zedernholz /Atlaszeder zum Beispiel gehört zu den stark vom Aussterben bedrohten Arten. Für 1 Liter ätherisches Öl benötigt man z.B. 200kg Zitronenschale, oder etwa 4000kg Rosenblüten und so weiter… Wusstest du, dass 1 Tropfen ätherisches Pfefferminz Öl in der Wirksamkeit etwa 20 Tassen Pfefferminztee entsprechen? Und wusstest du, dass der Gehalt ätherischer Öle in Pflanzen ca. 0,5-10% im Durchschnitt 3% beträgt? Diese ca. 3% ätherisches Öl in der Pflanze reichen, um die Pflanze gesund zu erhalten, irgendwie logisch das der Mensch dann auch keine 100% auf der Haut braucht, sondern eine 3%tige Verdünnung physiologisch ist. Ätherische Öle wollen sparsam eingesetzt werden, wir haben hier Vielstoffgemische in der Hand, jeder noch so kleine Tropfen richtig wirksam ist und alles was Zuviel ist, ist eh nie gut… Auch wenn es natürlich und pflanzlich ist, es sind hochkonzentriere Wirkstoffgemische und alles was eine Wirkung hat, hat eben auch eine Nebenwirkung.

Ausnahmen bestätigen die Regel!

Während ich immer wieder sage, dass ätherische Öle generell nicht unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden sollen, gibt es natürlich auch Ausnahmen. Wie das Wort schon sagt, sind Ausnahmen nicht für die tägliche Anwendung gedacht, sondern für besondere Befindlichkeiten. Punktuell (auf kleinsten Flächen wie z.B. einem Pickel, einer Schramme, Beule oder auch einem Lippenbläschen) kann es sinnvoll sein, unverdünnt ätherische Öle draufzugeben. Aber Achtung – Bitte keine sogenannten „heißen Öle“ und keine stark hautreizenden Öle verwenden. Monoterpene, Bestandteile ätherischer Öle, sind potenziell hautreizend und wenn das ätherische Öle einen hohen Anteil an Monoterpene hat, ist es für die pure Anwendung ungeeignet, weil potenziell hautreizend. Beispiele sind z.B. Grapefruit, Mandarine, Kiefer, Weißtanne und andere. Ätherische Öle, welche du punktuell für besondere Bedürfnisse pur nutzen kannst sind z.B.: Lavendel, Manuka, Melisse, Cistrose, Imortelle und auch das Teebaumöl.

„Isabel, ich habe gehört, dass jedes Land seine eigenen Dosierungen und Regeln der Aromatherapie hat, stimmt das?“

Diese Frage wurde mir sehr oft gestellt, daher möchte ich darauf eingehen. Ich lese immer wieder Empfehlungen zur Dosierung ätherischer Öle in schwindelerregender Kozentration, mit dem Argument man halte sich an die Aromatherapie aus dem Land xy und jedes Land hätte seine eigenen Regeln der Aromatherapie. Wenn wir uns das Thema genau anschauen, gibt es die englische und die französische Schule der Aromatherapie. In der englischen Aromatherapie sehen wir Dosierungsempfehlungen von 0,5-3% Verdünnung, dahingegen in der französischen Aromatherapie sehen wir hohe Dosierungen und ebenfalls Empfehlungen zur unverdünnten Anwendung auf der Haut. ABER: die französische Aromatherapie ist den Ärzten vorbehalten, wird zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt und ist nicht sicher in der Laienanwendung und auch nicht empfehlenswert für die tägliche Nutzung (aber im Krankheitsfall, wenn man sich von einem Aromatheraputen/Arzt/ Heilpraktiker behandeln lassen möchte, absolut wertvoll). Die englische Aromatherapie kann von jedermann sicher und täglich genutzt werden. Ich halte mich mit meinen Empfehlungen immer an die Informationen des Tisserand Institute.

Babys bis 3 Monate: 0,1-0,2%

Babys ab 3 Monate – Kleinkindern von 2 Jahre: 0,25-0,5%

Kinder 2-6 Jahre: 1-2%

Schulkinder und Jugendliche 6-15 Jahre: 1,5-3%

Ab 15 Jahre/ Erwachsene: 2,5-5% (wobei ich hier maximal 3% sicher für die Laienanwendung empfehlen kann)

Hier findest du eine Dosierungsempfehlung des Tisserand Institute, die ich auch so nutze und empfehle: https://tisserandinstitute.org/essential-oil-dilution-chart/

Soweit mal ein Beitrag zu den wichtigsten Basics bei ätherischen Ölen, ich habe sicher noch Punkte unerwähnt gelassen, aber für einen Einblick in die wichtigsten Grundlagen, ist denke ich alles gesagt. Noch was Rechtliches: Ich schreibe und spreche immer von einem gesunden Körper. Heilaussagen zu tätigen liegt mir fern. Alle Informationen wurden nach meinem besten Wissen und aktuellem wissenschaftlichen Stand aufgeschrieben. Ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden oder Folgen, die sich aus Gebrauch oder Missbrauch oder unsachgemäßen Gebrauch, der hier veröffentlichten Inhalte ergeben. Jeder Nutzer ist selbst verantwortlich, Nutzen und Risiken abzuwägen, meine Infos ersetzen keinen Besuch beim Arzt, Heilpraktiker oder Aromatherapeuten. Um tiefer in das Thema einzutauchen, nutze Fachbücher von Experten, welche jahrelang in der Aromatherapie tätig sind (schau auch gern in die Literaturempfehlungen auf meiner Shopseite).

Auch, wenn ich viel Erfahrung habe, meine Ausbildung absolviert habe, habe ich auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen 😊 und auch ich brauche immer mal wieder Experten um mich herum, von denen ich lernen kann. Ich lese sehr gerne bei Margareter Ahrer (Aroma 1×1), Eliane Zimmermann, Sabrina Herber, Tisserand Institute und viele weitere.

Ich hoffe dir hat dieser Blogbeitrag neue Erkenntnisse gebracht und hilft dir einen kleinen Überblick zu bekommen.

Wenn du noch weitere Fragen hast, komm gern in meine Beratung und abonniere meine AromaNews. Ich freu mich, wenn ich dich begleiten darf.

Dufte Grüße Isabel

 

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